Teamfoto der Damen vom GC Hubbelrath bei der DMM in Hamburg

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Hamburg: Zwei Mannschaften, viele Erfahrungen und ein starkes Team

Platz 4 in der AK 18 und Platz 12 in der AK 14 – unsere Juniorinnen des Golf Club Hubbelrath haben sich bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Hamburg mit den besten Mannschaften Deutschlands gemessen.

Hinter uns liegen intensive Tage mit anspruchsvollen Wetterbedingungen, spannenden Wettkämpfen und vielen wertvollen Erfahrungen. Für unsere Spielerinnen war es der sportliche Höhepunkt einer langen Saison, auf den wir uns gemeinsam vorbereitet haben.

Unsere Vorbereitung begann bereits am Donnerstag

Schon zwei Tage vor dem eigentlichen Wettkampf sind wir gemeinsam nach Hamburg gereist. Am Donnerstag und Freitag standen die Einspielrunden auf den beiden Golfplätzen auf dem Programm.

Dabei ging es vor allem darum, die Plätze kennenzulernen, ihre Besonderheiten zu verstehen und uns auf die unterschiedlichen Spielsituationen vorzubereiten. Gerade bei einer Deutschen Meisterschaft ist es wichtig, nicht nur technisch gut aufgestellt zu sein, sondern auch mit einer klaren Strategie in den Wettkampf zu gehen.

Das Wetter stellte uns dabei vor zusätzliche Herausforderungen. Während in den Tagen zuvor noch Temperaturen um die 20 Grad herrschten, erwarteten uns in Hamburg Regen und Kälte. Aufgrund einer Gewitterwarnung für Sonntag wurde zudem die Spielreihenfolge angepasst: Die Einzel fanden bereits am Samstag statt, die Vierer folgten am Sonntag.

Die Plätze waren durch den Regen teilweise sehr aufgeweicht, befanden sich insgesamt aber noch in einem ordentlichen Zustand.

Für alle Mannschaften galten dieselben Bedingungen. Umso wichtiger war es, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren und auch bei schwierigen äußeren Umständen die Ruhe zu bewahren. Das ist unseren Spielerinnen gut gelungen.

AK 18: Ein starker vierter Platz im Golfclub Hamburg-Walddörfer

Unsere Juniorinnen der Altersklasse 18 beendeten die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit insgesamt 392 Schlägen (+27 über Par) auf einem hervorragenden vierten Platz.

Den Deutschen Meistertitel sicherte sich der GC St. Leon-Rot mit 364 Schlägen (−1). Dahinter folgten der GC Mülheim an der Ruhr (+14) und der Frankfurter GC (+16).

Mit unserem vierten Platz konnten wir uns gegen Mannschaften aus Stuttgart, Augsburg, Berlin, München und Hamburg durchsetzen. Unter den drei qualifizierten Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen belegten wir hinter Mülheim und vor Düsseldorf den zweiten Platz.

Besonders hervorheben möchte ich die Even-Par-Runde von Charlotte Hübenthal mit 73 Schlägen sowie die 77er-Runde (+4) von Emma Holst. Auch im Vierer zeigten Carla Weber und Sofia Restrepo Quintero mit 77 Schlägen (+4) eine gute Leistung.

Am Ende fehlten uns elf Schläge auf den dritten Platz.

Das ist natürlich ein Abstand, den wir gerne noch aufgeholt hätten. Gleichzeitig zeigt er uns, wie eng es auf diesem Leistungsniveau zugeht. Über zwei Wettkampftage und mehrere Spielerinnen verteilt sind es einzelne Schläge und Entscheidungen, die den Unterschied ausmachen können.

Mit dem vierten Platz können wir insgesamt zufrieden sein. Vor allem nehmen wir viele Erkenntnisse mit, an denen wir in der kommenden Trainingsphase arbeiten können.

AK 14: Wertvolle Erfahrungen bei der ersten Deutschen Meisterschaft

Für unsere jüngeren Spielerinnen der Altersklasse 14 war die Teilnahme in Hamburg etwas ganz Besonderes: Sie standen zum ersten Mal bei einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft auf dem Platz.

Im Golf Club Großensee belegte unsere Mannschaft mit insgesamt 486 Schlägen (+121) den zwölften Platz von 14 Mannschaften.

Gerade bei einer ersten Teilnahme auf Bundesebene geht es für mich nicht ausschließlich um die Platzierung. Es geht auch darum, Erfahrungen zu sammeln, mit neuen Herausforderungen umzugehen und sich mit den besten Spielerinnen der eigenen Altersklasse zu messen.

Unter den schwierigen Wetterbedingungen und auf einem anspruchsvollen Golfplatz haben unsere Mädels diese Aufgabe gut angenommen.

Nora Belle Ugurlu spielte mit 95 Schlägen unsere beste Einzelrunde. Im Vierer zeigten Nora und Tilla Kluth mit 92 Schlägen, dass sie auch als Team gut zusammenarbeiten.

Am Ende fehlten lediglich sechs Schläge auf den elften Platz. Unter den Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen lagen wir hinter Hösel auf Platz 9 und vor Bergisch Land.

Diese Erfahrungen sind für die weitere Entwicklung unserer jungen Spielerinnen besonders wertvoll. Sie wissen jetzt, was sie auf nationaler Ebene erwartet, und können die gewonnenen Eindrücke in ihre zukünftige Trainings- und Wettkampfplanung einbringen.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Dora Henze, die unsere AK 14 als Kapitänin begleitet hat. Sie hat den Spielerinnen während des gesamten Wochenendes Sicherheit gegeben, sie unterstützt und bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft den Rücken gestärkt.

Vielen Dank für Deinen Einsatz, Dora!

Eine Mannschaft besteht aus mehr als vier Spielerinnen

Ein Aspekt ist mir bei solchen Turnieren besonders wichtig: Eine Mannschaft besteht nicht nur aus den Spielerinnen, die am Ende auf der Scorekarte stehen.

Unsere Kader bestanden aus jeweils sechs Spielerinnen, von denen vier im Wettkampf eingesetzt wurden. Die beiden Ersatzspielerinnen waren aber genauso Teil des Teams.

Sie haben an den Einspielrunden teilgenommen, sich auf die Plätze vorbereitet und die Mannschaft während des gesamten Wochenendes begleitet.

Von einer Ersatzspielerin erwarte ich, dass sie jederzeit bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie gebraucht wird. Gleichzeitig gehört es zu dieser Rolle, die Mitspielerinnen zu unterstützen, sie anzufeuern und zum Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft beizutragen.

Das ist nicht immer einfach. Gerade wenn man selbst gerne spielen möchte, braucht es Geduld, Disziplin und Teamgeist.

Für mich sind genau das wichtige Eigenschaften, die wir im Mannschaftsgolf vermitteln wollen.

Eine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ist deshalb immer eine Gemeinschaftsleistung. Jede Spielerin trägt ihren Teil dazu bei – unabhängig davon, ob sie selbst spielt, als Ersatzspielerin bereitsteht oder ihre Mannschaft als Caddie unterstützt.

Ich bin stolz darauf, wie unsere Spielerinnen diese Verantwortung angenommen und sich gegenseitig unterstützt haben.

Mein Fazit: Der Weg zur nächsten Saison beginnt jetzt

Mit Platz 4 in der AK 18 und Platz 12 in der AK 14 geht für uns eine intensive und ereignisreiche Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu Ende.

Wir haben uns über die gesamte Saison auf diesen Höhepunkt vorbereitet, zwei Qualifikationsturniere erfolgreich absolviert und durften uns nun mit den besten Mannschaften Deutschlands messen.

Die gemeinsame Vorbereitung in Hamburg hat sich ausgezahlt. Unsere Spielerinnen haben sich auf schwierige Bedingungen eingestellt, wertvolle Wettkampferfahrungen gesammelt und als Mannschaft zusammengehalten.

Für mich als Trainer sind solche Turniere besonders aufschlussreich. Sie zeigen, wie Spielerinnen unter Wettkampfbedingungen Entscheidungen treffen, mit Druck umgehen und ihre Fähigkeiten auf dem Platz umsetzen.

Gleichzeitig erkennen wir, wo noch Entwicklungspotenzial besteht.

In den kommenden Wochen werden wir deshalb gemeinsam analysieren, an welchen Stellen wir Schläge liegen gelassen haben und welche Schwerpunkte wir für das Wintertraining setzen wollen.

Ein großes Dankeschön geht an alle Spielerinnen, Eltern, Kapitäninnen und Unterstützer, die uns auf diesem Weg begleitet haben.

Ich freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit und darauf, die Entwicklung unserer Juniorinnen auch in der nächsten Saison begleiten zu dürfen.

Denn eines ist sicher: Der Weg zur nächsten Deutschen Mannschaftsmeisterschaft beginnt schon jetzt.